Ein paar Frühdienste hat Seniorrita nun schon hinter sich.
Statt zu Fuß von Etage zu Etage, hetzt rast sie nun Wohnung zu Wohnung, immer auf der Hut vor bösen Blitzgeräten, und mit der Zeit im Nacken,..
Da sie das nette Dienstwägelchen nicht gleich zu Schrott fahren will hält sie sich auch an die Vorschriften, was das ganze Zeitproblem aber wiederum nicht wirklich besser macht,..
alles ist penibel geplant,.. also wenn Frau Müller-Maier-Schulze heute halt keinen so guten Tag hat und sie fürs laufen ins Bad statt der geplanten 30 sek. diesmal 5 min. braucht, verschiebt sich mein Feierabend wieder weiter nach hinten,.. dann bin ich beim nächsten Patienten schon mal 10 min. zu spät,..
(die anderen 5 Minuten gehen derzeit noch für zeitweise unkoordiniertes arbeiten drauf)
Jetzt rechne man das ganze auf 15-20 Patienten auf und man bekommt leicht Panik,..
spätestens nach dem 5. Patienten..
Okay… ganz so schlimm ist es dann doch nicht, zwei, drei mal hab ich angerufen das ich mich etwas verspäte,.. aber den Kopf hat mir bisher noch keiner abgerissen..
Aber mal ehrlich macht ihr mal eure Arbeit nach einem strengen Zeitplan,.. 8,00 dort, 8,08 da 8,24 hier…
Und dann immer,..aus m Auto,.. in Wohnung flitzen,.. zurück,.. ins Auto,.. weiter geht s..
Irgendwie extrem gewöhnungsbedürftig!
Ich arbeite doch mit Menschen nicht mit Maschinen…
Ob ich für diese Art Pflege wirklich der Typ bin?
…Derzeit stell ich mir grad diese Frage…

3 Kommentare
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26. November 2010 um 18:10
Giftspritze
Ich fand die ambulante Pflege wegen dem privaten Kontakt immer sehr schön, aber als es dann an die Stechuhren ging, habe ich der Pflege im ambulanten Bereich abgeschworen. Nicht ohne Grund hat meine Seite den Hinweis auf die Zeit…
In der amb. Pflege habe ich mir vieles weggeholt. Punkte in Flensburg, Knöllchen, viele Erkältungen, kaputte Knie…
Paß gut auf dich auf und solange du dich noch fragst, ob es die richtige Art von Pflege ist, bleibst du Mensch. Alles Gute für dich.
28. November 2010 um 00:06
rettungsdienstblog
Stell mir das heftig vor, jeden Tag soo unter Zeitdruck zu stehen! Übel, aber leider Realität!
29. Januar 2011 um 17:34
cyberjoker
So ist das in der ambulanten, in meinen 20 Berufsjahren wurde das immer schlimmer.
Aber was mir aufgefallen ist, ihr rechnet im Minutentakt? Zumindestens auf den Tourenplänen?
Finde ich hart, für mich ist es viel leichter immer in 5 Minuten zu rechnen, da sind die Tourenpläne einfacher geschrieben. Aber mir sitzt meine Geschäftsführung nicht ganz so sehr im Nacken..